Mal ehrlich – eine Fachkraft für Lagerlogistik (Falog) kommissioniert doch nur den ganzen Tag lang?

Nein dies ist nicht der Fall! Klar ist die Kommissionierung ein Teil der Ausbildung. Daneben gibt es aber noch viele andere Tätigkeiten wie z.B. den Wareneingang prüfen, LKW entladen, Proben für die Qualitätssicherung z.B. von Fruchtsaftkonzentrat aus Fruchtcontainern oder Mandelsplitter entnehmen, Warenbestellung (Ersatzteile für die Produktion), Versand vorbereiten, Wareneingänge buchen, etikettieren und in unseren Logimat einlagern, Ersatzteile oder Verbrauchsmaterialien aus dem Logimat (automatisches Ersatzteillager) ausfassen, Organisation von Leergutabholung und vieles mehr.

Außerdem werden die günstigsten Touren geplant, Begleitpapiere erstellt und logistische Prozesse optimiert. Einmal im Jahr erfolgt eine Inventur vom Logimat, unseren Rohwaren und von den verschiedenen Palettenarten im ganzen Werk. Desweiteren werden wir während der Ausbildung auch noch in verschiedenen Teilbereichen eingeteilt z.B. in der Produktion.

Wie läuft bei dir ein normaler Arbeitstag ab?

Ein normaler Arbeitstag beginnt für mich in der Zeit zwischen 6 Uhr und 8 Uhr (Gleitzeit). Nachdem ich mich umgezogen habe und im Lager angekommen bin, checke ich zuerst meine E-Mails.
Danach geht es schon mit den Bestellungen von Ersatzteilen aus der Produktion los. Diese nehme ich aus dem Logimat (automatisches Ersatzteillager) heraus und stelle sie an unserer Theke beschriftet ab. Hierbei gibt es auch des Öfteren Rückgaben, welche ich dann wieder einem geeignetem Lagerplatz zuweisen muss.

Von 9 bis 11 Uhr erreichen uns dann unsere Bestellungen. Hier prüfe ich zuerst den Wareneingang mit den dazugehörigen Lieferscheinen auf äußere Beschädigungen, Fehlmengen oder Falschlieferungen. Wenn alles vollständig ist, buche ich den Wareneingang und drucke die Etiketten für die jeweilige Ware, klebe sie auf und lege sie auf den Kommissionierwagen, um einen Überblick zu haben, welche Teile in den Logimaten eingelagert werden müssen.

Nach dem Mittagessen, wenn alle Lieferdienste geliefert haben, beginne ich mit der Einlagerung der Waren in unseren Logimat. Hier ist es manchmal knifflig einen geeigneten Lagerplatz zu finden, da wir unterschiedliche Größen von z.B. Motoren und Ersatzteilen einlagern. Nachdem ich mit der Einlagerung fertig bin, hefte ich die Lieferscheine ab.

Wenn du an deine Ausbildungszeit denkst, was hat dir am meisten Spaß gemacht?

In meiner Ausbildungszeit hat mir das Ein- und Auslagern verschiedener Ersatzteile Spaß gemacht, manchmal gab es auch etwas schwierigere Aufträge, die wir dann im Team zusammen gelöst haben. Ein anderer Punkt war die Inventur, diese haben wir in einem Team von 8 Leuten durchgeführt.

Interessant war auch, Proben aus den verschiedenen Aromen, Fruchtsaftkonzentraten und Rohstoffen für das Endprodukt zu entnehmen. Wir als Auszubildende werden auch jedes Jahr in die Planung und Organisation des Girl’s Day und der Fresher‘s Week (Kennenlernwoche der neuen Auszubildenden) mit einbezogen und wir können uns in unserer School of Cool (Langnese Akademie/Ausbildungsgebäude) über unsere Erfahrungen und Ausbildungen mit anderen Auszubildenden austauschen.

Was gefällt dir an dem Berufsbild der Fachkraft für Lagerlogistik?

Am meisten gefällt mir, dass dieser Beruf sehr vielfältig in seinen Aufgaben und Bereichen ist und nach der Ausbildung viele Weiterbildungsmöglichkeiten geboten sind (Fachwirt, Betriebswirt, Logistikmeister). Hinter jedem Produkt steht als aller erstes die Logistik.

Auch ist es ein wirtschaftlicher Beruf und man lernt immer wieder neue Bereiche kennen, in denen man seine Grundkenntnisse erweitern kann. Dazu gefällt mir, dass man die in der Ausbildung erlernten Fähigkeiten auch direkt auf die Berufsschule projizieren kann und umgekehrt.
Die Abwechslung zwischen Büroarbeit und körperlicher Arbeit finde ich angenehm.